Wuppertaler übernehmen Verantwortung

Bis ins 19. Jahrhundert lebten viele Menschen an den Küsten vom Strandgut havarierter Schiffe, das sie nach damals geltendem Recht behalten durften. An die Rettung der betroffenen Seeleute wollte dabei niemand denken. Erst nach vielen schweren Schiffsunglücken an der deutschen Nordseeküste riefen 1860 Adolph Bermpohl und Carl Kuhlmay zur Gründung eines Seenotrettungswerkes auf. Sie schafften es, innerhalb von fünf Jahren ein von Spenden finanziertes Rettungswesen aufzubauen: 1865 wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit Sitz in Bremen gegründet. Auch im Binnenland fand diese humanitäre Initiative ihre Unterstützer darunter Bürger aus Elberfeld und Barmen, die bereits 1868 den Bau von Ruderrettungsbooten finanzierten.

Diese Tradition haben engagierte Wuppertaler nun im Jahr 2011 unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Jung wieder aufleben lassen und Verantwortung für eine Rettungsstation an der Küste übernommen. Nach Erreichen einer vereinbarten Spendensumme wurde 2012 das Seenotrettungsboot der Station Maasholm an der Ostsee auf den Namen WUPPERTAL getauft. Zwar ist das Projekt seit dem 31.12.2012 abgeschlossen, dennoch sind Spenden für die Arbeit der ehrenamtlichen Seenotretter unter dem Stichwort SRB WUPPERTAL stets willkommen. Die Website dokumentiert diese ungewöhnliche Initiative, die in ganz Deutschland Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden hat.